Der erste Peak aller Proben stellt die in ungefähr gleicher Konzentration
eingesetzten TS-Primer von der Länge 18 Basenpaare dar. Der zweite Peak ist
der Nachweis für das Vorhandensein von 36 Basenpaar langen DNA-Fragmenten. Dies
ist aber lediglich das Ergebnis der internen PCR-Kontrolle, die aufzeigen soll,
daß eine PCR auch tatsächlich stattgefunden hat.
Vergleicht man das graphisch dargestellte Ergebnis der Blutprobe von Wiebke
und der Gewebeprobe aus dem Ewing Knochentumor, ist ein deutlicher Unterschied
im Kurvenverlauf der Graphen zu sehen. Bei Wiebke sind keine weiteren Peaks
zu erkennen. Daraus kann man folgern, daß in den Blutzellen keine Telomeraseaktivität
vorhanden war und die TS-Primer daher auch nicht verlängert wurden. Bei der
Gewebeprobe des Ewing-Tumors sind neben den TS-Primern und der DNA-Fragmente
der internen PCR-Kontrolle auch weitere DNA-Stücke der Länge 50+n x 6 Basenpaare
nachgewiesen worden. Dabei ist die Konzentration der DNA von 50 Basenpaaren
am höchsten und nimmt mit zunehmender DNA-Länge immer mehr ab. Auch ist die
Konzentration der DNA von 36 Basen nicht so hoch wie beim Ergebnis von Wiebke.
Diese Resultate lassen auf Telomeraseaktivität in den Tumorzellen schließen.
Die Länge der DNA-Fragmente von 50+n x 6 Basenpaare resultiert daraus, daß die
Telomerase die TS-Primer immer um die Telomersequenz 5'-TTAGGG-3' verlängert.
Dabei ist es wahrscheinlicher, daß in der vorgegebenen Reaktionszeit von 35
Minuten die DNA um eine Telomersequenz verlängert wird als um zwei Sequenzen
(usw.). Daher zeigt auch der Kurvenverlauf eine Abnahme der Konzentration der
DNA-Stücke mit zunehmender DNA-Länge. Auch die niedrigere Anzahl an 36 Basenpaar
langen DNA-Stücken ist eine Folge der Telomeraseaktivität. Da nun neben der
DNA aus der internen PCR-Kontrolle auch weitere durch die Telomerase verlängerte
DNA-Fragmente vorhanden sind, steht die vorgegebene Menge an reversen Primern
nicht mehr allein für die Replikation der DNA von 36 Basenpaaren zur Verfügung,
sondern wird auch zur Verdopplung der verlängerten DNA verwendet. Daher ist
die Konzentration der 36 Basenpaar langen DNA niedriger, als es bei Wiebkes
Blutprobe der Fall ist.
Neben diesen beiden Proben haben wir auch eine vorgefertigte Probe aus dem Kit
verwendet, an der wir unsere Ergebnisse kontrollieren konnten. In der Probe
war Telomeraseaktivität vorhanden (positive Kontrolle).
Telomere Uhren |
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| 1. Einleitung 2. Bedeutung der Telomere und der Telomerase 3. Telomernachweis durch In-Situ- Hybridisierung 4. Telomerlängen und Zellalterung 5. Telomeraseaktivität in Tumoren 6. Progerie - ein Wettlauf mit der Zeit 7. Dolly - das erste aus einer ausgereiften Körperzelle klonierte Säugetier 8. Quellenangaben 9. Computeranimation |
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