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5.1.2 Ergebnisse und Auswertung des Trap-Assays

Der erste Peak aller Proben stellt die in ungefähr gleicher Konzentration eingesetzten TS-Primer von der Länge 18 Basenpaare dar. Der zweite Peak ist der Nachweis für das Vorhandensein von 36 Basenpaar langen DNA-Fragmenten. Dies ist aber lediglich das Ergebnis der internen PCR-Kontrolle, die aufzeigen soll, daß eine PCR auch tatsächlich stattgefunden hat.
Vergleicht man das graphisch dargestellte Ergebnis der Blutprobe von Wiebke und der Gewebeprobe aus dem Ewing Knochentumor, ist ein deutlicher Unterschied im Kurvenverlauf der Graphen zu sehen. Bei Wiebke sind keine weiteren Peaks zu erkennen. Daraus kann man folgern, daß in den Blutzellen keine Telomeraseaktivität vorhanden war und die TS-Primer daher auch nicht verlängert wurden. Bei der Gewebeprobe des Ewing-Tumors sind neben den TS-Primern und der DNA-Fragmente der internen PCR-Kontrolle auch weitere DNA-Stücke der Länge 50+n x 6 Basenpaare nachgewiesen worden. Dabei ist die Konzentration der DNA von 50 Basenpaaren am höchsten und nimmt mit zunehmender DNA-Länge immer mehr ab. Auch ist die Konzentration der DNA von 36 Basen nicht so hoch wie beim Ergebnis von Wiebke. Diese Resultate lassen auf Telomeraseaktivität in den Tumorzellen schließen. Die Länge der DNA-Fragmente von 50+n x 6 Basenpaare resultiert daraus, daß die Telomerase die TS-Primer immer um die Telomersequenz 5'-TTAGGG-3' verlängert. Dabei ist es wahrscheinlicher, daß in der vorgegebenen Reaktionszeit von 35 Minuten die DNA um eine Telomersequenz verlängert wird als um zwei Sequenzen (usw.). Daher zeigt auch der Kurvenverlauf eine Abnahme der Konzentration der DNA-Stücke mit zunehmender DNA-Länge. Auch die niedrigere Anzahl an 36 Basenpaar langen DNA-Stücken ist eine Folge der Telomeraseaktivität. Da nun neben der DNA aus der internen PCR-Kontrolle auch weitere durch die Telomerase verlängerte DNA-Fragmente vorhanden sind, steht die vorgegebene Menge an reversen Primern nicht mehr allein für die Replikation der DNA von 36 Basenpaaren zur Verfügung, sondern wird auch zur Verdopplung der verlängerten DNA verwendet. Daher ist die Konzentration der 36 Basenpaar langen DNA niedriger, als es bei Wiebkes Blutprobe der Fall ist.
Neben diesen beiden Proben haben wir auch eine vorgefertigte Probe aus dem Kit verwendet, an der wir unsere Ergebnisse kontrollieren konnten. In der Probe war Telomeraseaktivität vorhanden (positive Kontrolle).


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