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Gymnasium Bethel

Schüleraustausch Xàtiva

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Besuch in Spanien vom 22. bis 29. Oktober 2016 - Ein Reisebericht

Nachdem im April die spanischen Austauschschüler der Schule IES Josep de Ribera in Bielefeld zu Besuch waren, stand im Oktober unser Aufenthalt bei ihnen in Xàtiva(Valencia) an. Wir erwarteten für die kommenden Tage gutes Wetter, viele neue Bekanntschaften, das spannende Wiedersehen mit alten Freunden und die Erkundung von Xàtiva und Valencia mit vielen neuen Eindrücken, die wir mit nach Hause nehmen konnten.

Samstag, 22.10.

Am ersten Tag sind wir nach einer elfstündigen Zug- und Flugreise um ca. 18:00 Uhr im Flughafen Valencia angekommen. Dort wurden wir von den beiden spanischen Lehrern, die wir schon in Bielefeld kennenlernen durften, herzlich empfangen und nach Xàtiva begleitet. Um 20:00 Uhr waren wir dann endlich da und sind zunächst zu unseren Gastfamilien gegangen, um alle kennenzulernen und sich ein bisschen auszuruhen. Zusammen mit den anderen Austauschschülern haben wir dann noch spanische Tapas zu Abend gegessen und sind am Ende des Tages alle müde und voller neuer Eindrücke des herzlichen Wiedersehens ins Bett gefallen. 
Emma, Malin

Sonntag, 23.10.

Der zweite Tag, unser erster vollständiger Tag, war Sonntag. Den Tag über gab es kein festes Programm und stand den Familien zur freien Gestaltung zur Verfügung. Da die Reise am Vortag sehr anstrengend war und die meisten am Abend noch lange unterwegs waren, durften wir ausschlafen. Anschließend gab es Frühstück, was – anders als in Deutschland – in den meisten Familien viel weniger ausgiebig war. Viele der Spanier trafen sich gemeinsam mit den deutschen Gastschülern nach dem Frühstück auf den Straßen, auf denen an diesem Tag ein Fest oder vielmehr ein Umzug stattfand. Man konnte verkleidete Leute und aufwendig gestaltete Wägen, auf denen Mädchen saßen und mit Süßigkeiten warfen, beobachten. Dieses Fest nennt man “Las Fallas“. Anschließend genossen die meisten die Sonne in einem Park bis es Mittagessenszeit war. Insgesamt werden die Mahlzeiten viel später zu sich genommen als in Deutschland. Nach dem Essen trafen wir uns mit ein paar Austauschpaaren in einem Park. Dort besichtigten wir eine Höhle, in der Höhlenmenschen gelebt haben sollen. Anschließend picknickten wir dort. Parallel dazu verbrachten andere die Zeit Zuhause um sich besser kennenzulernen oder um gemeinsam einen Film zu gucken. Andere wiederum sind an sehr schöne Orte am Meer gefahren, um die knapp 30 Grad zu genießen. Abends trafen sich die meisten zum gemeinsamen Essen. Manche brachten ihr Essen mit und andere bestellten sich in der Nähe etwas in einem Restaurant. Ein paar blieben auch zu Hause und erholten sich von dem ersten Tag voller neuer Eindrücke.
Miriam, Janina

Montag, 24.10.

Am Montag hatten wir die Möglichkeit die Schule unserer Austauschschüler zu besuchen. Zuerst hat sich uns der Direktor vorgestellt und uns mit kleinen Geschenken freundlich begrüßt. Nach einem Rundgang durch das Schulgelände begleiteten wir zwei Unterrichtsstunden der Spanier mit und haben dabei festgestellt, dass der Unterricht ganz anders verläuft, als wir ihn aus Deutschland gewohnt sind. Anschließend hat uns ein Valencianisch-Lehrer der Schule, Filibert, eine abwechslungsreiche Stunde erteilt, um uns mit der Regionalsprache vertraut zu machen. Nach dem Unterricht haben wir in einem Park neben der Schule eine kleine Pause eingelegt. Die Spanier hatten währenddessen weiter Schule. Später spielten wir dann alle zusammen unter der Leitung von Miguel, einem Sportlehrer der Schule, Volleyball und Hockey, was sehr viel Spaß gemacht hat. In der Freizeit nach dem Mittagessen hat sich nahezu die ganze Gruppe in einem Eiscafé getroffen. Das Eis wär sehr lecker und auch die Gespräche mit den Spaniern haben uns gefallen. Die Zeit bis zum Abendessen haben wir in einem Park verbracht, was auch sehr schön war. Das einzige, woran wir uns noch gewöhnen mussten waren die späten Abendbrotzeiten.
Hannah, Jamila

Dienstag , 25.10.

Am Dienstagmorgen haben uns an der Schule getroffen und sind gemeinsam mit dem Bus Richtung Valencia gefahren. Dort haben wir uns den 30 Fußballfelder großen Nationalpark L'Albufera angeschaut, durch den uns Daniel, ein Biologielehrer der Schule, führte. Hier wurde uns viel über die Geschichte und die heutige Nutzung des Parkes erzählt. Anschließend konnten wir uns bei einer Bootsfahrt den See in der Mitte der L´Albufera genauer angucken. Dann sind wir weiter in ein Einkaufszentrum gefahren, wo wir Mittag gegessen haben und Freizeit hatten. Von dort aus sind wir in die gegenüber gelegen "Ciudad de las Artes y de las Ciencias" ("Stadt der Künste und der Wissenschaften") gegangen: Eine riesige Fläche mit modernen Gebäudekomplexen und großen Wasserflächen. Dort haben wir uns in dem Kino "Hemisferic", dessen Leinwand die Form einer Kugel hat, einen Film über Roboter angeschaut. Dabei konnten wir uns die Sprache über unsere Kopfhörer selber aussuchen und uns auf unseren nach oben ausgerichteten Sesseln zurück lehnen. Danach sind wir zurück in den Bus nach Xàtiva. Dort angekommen, sind einige von uns nach Hause zu ihren Gastfamilien gefahren um mit ihnen Abend zu essen, während andere noch mit den Spaniern im Park waren.
Elena, Laura

Mittwoch, 26.10.

Am Mittwoch haben wir eine Stadttour durch Xàtiva gemacht. Wir wurden herumgeführt von Ramir, einem Geschichtslehrer der Schule unserer Austauschschüler. Dieser erzählte uns, dass sich die kleine Stadt grob in zwei Teile unterteilen lässt (einen neuen Stadtteil und einen alten). Da wo heute die Hauptstraße verläuft, war früher die Stadtmauer. Am Mittwoch haben wir den alten Stadtteil besichtigt. Dieser hat viele historisch und kulturell wichtige Gebäude, darum ist Xàtiva auch von Touristen sehr begehrt. Anfangs waren wir in einem Museum, in dem Portraits aller spanischen Könige ausgestellt waren. Eine Besonderheit fiel dort direkt auf, nämlich dass das Bild eines Königs auf den Kopf gestellt war. Das war ein Racheakt der Bewohner, denn dieser verwüstete die Stadt, nachdem Xàtiva nicht mehr genug Steuern zahlen konnte. Außerdem haben wir den Turm der drittgrößten Kirche Spaniens bestiegen, für dessen Bau man ca. 300 Jahre benötigte. Deswegen ist die Kirche, wie viele Gebäude dieser Stadt, im kurvigen Baustil des Barocks gehalten. Am Nachmittag sind wir zur auf der Bergspitze liegenden Burg aufgestiegen. Auf dem Weg dorthin haben wir noch, in die Erde eingebaute, höhlenartige Kühlkeller besichtigt, die in den Berg eingegraben waren. Kurz vorher sind unsere Austauschschüler zu uns gestoßen, da diese wegen eines Schulstreiks eher Schluss hatten. An der Burg angekommen, haben wir alle zusammen gepicknickt. Den Rest des Tages hatten wir dann Freizeit.
Niklas, Tim

Donnerstag, 27. 10.

Nun hatten wir schon viele Eindrücke der spanischen Kultur gesammelt. An diesem Tag haben wir uns um 9:00 Uhr am Bahnhof von Xàtiva getroffen und sind gemeinsam mit unseren Austauschschülern nach Valencia gefahren. Netterweise ist Anabel, eine Lehrerin der Joseph de Ribera Schule als Guide mitgekommen. Zunächst besichtigten wir den sehenswerten Bahnhof Valencias. Der Bahnhof ist mit Fliesen ausgekleidet, auf denen Abbildungen der typisch valencianischen Umgebung dargestellt sind, wie zum Beispiel die Orangenfelder. Danach besichtigten wir die größte Markthalle Europas. Neben vielen valencianischen Spezialitäten, wie Serrano-Schinken, Fisch, Käse, Gebäck und Obst gab es auch exotische Früchte. Besonders beeindruckend erschien uns die große und vielfältige Auswahl an frischem Fisch und Fleisch. Um einen besseren Überblick über die Stadt zu bekommen, bestiegen wir den Glockenturm "Torre del Micalet" von Valencias beeindruckender Kathedrale. Von dort aus hatte man einen Rundumblick auf ganz Valencia. Die Zeit bevor wir wieder nach Xàtiva aufgebrochen sind hatten wir zur freien Verfügung. Während sich einige in einem Park getroffen haben, schauten sich andere die Stadt an oder genossen einen Café oder ein Eis in der Sonne.
Zoe, Jonathan

Freitag, 28.10.

Am Freitag, dem letzten Tag des Austausches, haben wir den Tag mit einem Besuch des Marktes in Xàtiva gestartet. Der Markt ist in zwei Teile aufgeteilt, einen mit Lebensmitteln (z.B. Früchten) und einen mit Kleidung und Schuhen. Wir waren im oberen Teil der Stadt und somit in dem Teil des Marktes, in dem vor allem Kleidung verkauft wird. Danach sind wir weiter in einem Park gegangen, der am Rande der Stadt lag. Er wirkte von außen eher unauffällig, aber war von Innen sehr schön gestaltet. In dem Park stand ein großes Haus, es gab einen Wasserlauf, der in einem Teich mit Fischen mündete, außerdem einen Brunnen mit Schildkröten und einigen Volieren, unter anderem mit Nymphen, einer Pute, Hühnern usw. Nach dem Parkbesuch sind wir zu unserem nächsten Ziel gelaufen, einem Taller Fallero. Diese große Werkstatt, in der unter der Leitung des Maestro de las Fallas Paco Roca die imposanten und farbenfrohen Umzugswagen der Fallas entstehen. Die Fallas haben die Absicht durch die karikaturistische Darstellung von z.B. sozialen Problemen etwas zu verändern oder um darauf aufmerksam zu machen. Der Beruf des Maestro umfasst viele Berufsfelder, denn von dem Entwurf bis hin zu einer fertigen Figur ist es ein langer Weg. Die Figuren werden nach den Fallas verbrannt, was auch eine symbolische Bedeutung hat, denn man schafft Altes ab und dafür kehrt etwas Neues ein. Direkt nach den Fallas und der Verbrennung der alten Figuren fängt die Arbeit an denen für das nächste Jahr an. Nach dem Besuch der Werkstatt, sind wir weiter bis zu einem kleinen Restaurant gegangen, das zwischen Orangen- und Khakiplantagen und außerhalb von Xàtiva lag. Dort wurde von Octavi, einem Lehrer der Schule, frische Paella gekocht und sie haben zusammen mit den Spaniern gegessen.
Anna-Luca, Basti

¡MUCHAS GRACIAS A Anabel, Daniel, Filibert, Jacinto, Joan, Miguel, Octavi, Ramir y – especialmente – a Neus y Antonio POR HABERNOS ORGANIZADO ESTE PROGRAMA MARAVILLOSO!

Begleitung: Anna Pekker, Ann-Christin Rahe


Gäste aus Spanien zum Austausch in Bethel

Studentafel

Die Sparrenburg gehört selbstverständlich zum Besuchprogramm

….wir freuen uns, dass seit diesem Frühjahr die Kontakte zum Instituto Josep de Ribera aus Xàtiva (in der Nähe von Valencia) als Kooperationspartner für einen Schüleraustausch zwischen Spanien und Deutschland wieder neu aufgeblüht sind.

16 spanische Schülerinnen und Schüler im Alter von 14-16 Jahren sowie zwei begleitende Lehrkräfte waren im April für eine Woche zu Gast bei uns am Gymnasium Bethel.
Sie bekamen einen Eindruck vom Schulalltag in einer deutschen Schule, erlernten in einem kleinen Sprachkurs Grundlagen der deutschen Sprache und erfuhren etwas über die interkulturellen Unterschiede. Außerdem erkundeten sie Bielefeld und die Umgebung, z. B. lernten sie Münster im Rahmen einer Stadtrally kennen. Als Höhepunkt des Ausflugsprogramms nannten einige Gäste die Tagesfahrt nach Berlin.

Studentafel

Untergebracht waren die Spanier in Gastfamilien, wo sie das deutsche Familienleben und auch ein wenig die Sprache des Gastlandes kennengelernt haben, wobei die Kommunikation hauptsächlich auf Spanisch und Englisch stattgefunden hat. Besonders genossen haben die Austauschteilnehmer die gemeinsamen Aktivitäten, an denen sowohl die Spanier, als auch die Deutschen teilgenommen haben:

„Gerne erinnere ich mich an die Aktivitäten, die wir gemeinsam am Wochenende unternommen haben, da wir beide die gleichen Interessen haben.“ (Emma Louisa)

„Was mir am meisten gefallen hat, war wenn wir spanische Musik gehört haben und dazu getanzt und gesungen haben.“ (Elena)

„Ich fand die Party mit allen Austauschschülern cool und das Klettern in der Boulderhalle.“ (Jonathan)

„Am besten hat mir der letzte Abend gefallen, da alle noch einmal zusammen saßen. Die Stimmung war gut und alle konnten sich auf den Abschied, aber auch auf das Wiedersehen im Herbst vorbereiten.“ (Jamila)

„Wir hatten eine schöne Zeit zusammen, in der wir uns näher kennengelernt haben und neue Freundschaften entstanden sind. Nun freuen wir uns schon auf den Besuch in Xàtiva [im Oktober], bei dem wir uns alle wiedersehen werden.“ (Zoe)

Studentafel

Text: A. Rahe

Ihre Ansprechpartnerin:

Ann-Christin Rahe



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