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Gymnasium Bethel

Neue Lernwege

„Wenn wir Lernende heute so unterrichten, wie wir gestern unterrichtet wurden, nehmen wir ihnen ihr Morgen.“ (John Dewey)

Angesichts einer Zukunft, deren soziale, politische und ökologische Herausforderungen wir nicht voraussagen können, ist es uns als Schule wichtig, dass unsere Schüler*innen im Lauf ihrer Schulzeit Fähigkeiten entwickeln, die ihnen helfen, sich sicher durch eine Welt im Wandel zu bewegen. Darum wird es für uns zunehmend wichtig, dass Schüler*innen sich nicht nur Wissen aneignen, sondern in der Lage sind, dieses Wissen selbständig zu erweitern und auf neuartige Situationen anzuwenden. Dazu benötigen sie – im Sinne der „21st Century Skills“ der OECD – die Fähigkeit, kritisch zu denken, zu kommunizieren, zu kooperieren, zeitgemäßes Wissen und eine Haltung, die davon geprägt ist, anderen Menschen zu helfen, mit ihnen zusammenzuarbeiten und menschliche Gemeinschaften nachhaltig aufzubauen.

Studentafel

 

An unserer Schule schaffen wir von Beginn an Raum für die Entwicklung neuer Wege des Lernens und die Aneignung neuer Lerngegenstände.

So arbeiten wir in Jahrgang 5 im ersten Halbjahr mit dem Programm „Lions Quest“ daran, die persönlichen und sozialen Schlüsselkompetenzen unserer Schüler*innen gezielt zu stärken. Im zweiten Halbjahr der fünften Klasse sowie in Klasse 6 sind im Stundenplan für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch zwei Stunden pro Woche für selbstreguliertes und eigenverantwortliches Lernen ausgewiesen, in denen unsere Schüler*innen fachspezifische Methoden der Selbstregulation und fachgebundene Lernstrategien kennenlernen und einüben. Unser Ziel ist es, die Verantwortung für den individuellen Lernprozess und die gegenseitige Unterstützung zu fördern und stärkenorientiert zu arbeiten. Unsere Lehrer*innen begleiten die Lernprozesse der Schüler*innen diagnostizierend und beratend.

In der siebten Klasse lernen unsere Schüler*innen im Rahmen des Moduls „Medien: entdecken, verstehen, gestalten“ in Anlehnung an den Medienkompetenzrahmen, wie sie sicher mit digitalen Werkzeugen umgehen können, im ersten Halbjahr sind das Themen wie der Aufbau eines PCs, Kenntnis und Gestaltung von Software, die Funktionsweise von Algorithmen, vertiefte Kenntnisse der Schulplattform IServ, die Recherche im Internet, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Social-Media-Anwendungen, im zweiten Halbjahr liegt der Fokus auf der digitalen Publikation von Text und Bild. Diese Querschnittsthemen stellen für uns einen Weg dar, das Lernen mit und an Medien motivierend, handlungsorientiert und fächerübergreifend nutzbar zu gestalten.

Aufbauend auf den Kenntnissen und Fähigkeiten des digitalen Publizierens setzen sich unsere Schüler*innen im ersten Halbjahr der achten Klasse im Rahmen des Zeitungsprojekts im Deutschunterricht mit Grundsatzfragen zum Umgang mit Informationen im Netz (Fake News, Filterblasen) auseinander und erweitern ihre Medienkompetenz handlungsorientiert durch Erstellen einer digitalen Schülerzeitung.

Weil für uns Selbstbestimmtheit beim Lernen darin besteht, zu einem komplexen Gegenstand eigene Fragen zu entwickeln und durch forschendes Lernen eigene Antworten zu finden, führen wir, begleitet durch Fortbildungsmodule des Landeskompetenzzentrums für Individuelle Förderung, unsere Schüler*innen im zweiten Halbjahr der achten Klasse an das projektgebundene Lernen heran, indem wir sie dazu anleiten, diese Fragen triftig zu formulieren, auf verschiedene Weise brauchbare Antworten zu finden, sie zu eigenem Wissen zu verarbeiten und die Prozessstruktur und den Kompetenzzuwachs zu reflektieren, die mit diesem Lernweg verbunden sind.

Im neunten Schuljahr greifen wir die in Klasse 8 eingeführte Methode des projektorientierten forschenden Lernens auf und arbeiten in einem Halbjahres-Projekt in den Gesellschafts- bzw. Naturwissenschaften gemeinsam mit außerschulischen Bildungspartnern (Stadtarchiv, Stadtbibliothek, Universität) an der Planung, Durchführung und Präsentation eines „echten“ wissenschaftspropädeutischen Forschungsprojekts. Die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die bei dieser Form des Lernens erworben werden, vertiefen wir im Rahmen verschiedener obligatorischer Projektkurse in der Oberstufe.

Wenn man neue Wege zum ersten Mal beschreitet, trifft man auf Stolpersteine und macht manchmal auch Umwege. Weil wir eine lernende Schule sind, nehmen wir diese Herausforderungen als Möglichkeit des Lernens und der Optimierung unseres Konzepts an und möchten auch Eltern und Schüler*innen darum bitten, jenseits der jährlichen Evaluation Feedback zu geben.

Übersicht



Ihre AnsprechpartnerInnen:

Inga Ukley

Lions Quest/ Lernen lernen

Steffi Terruhn

Selbstreguliertes und projektorientiertes Lernen im Deutschunterricht

Sandra Stecher

Selbstreguliertes und projektorientiertes Lernen im Mathematikunterricht

Nina Hover

Selbstreguliertes und projektorientiertes Lernen im Englischunterricht

Dr. Sigrun Henkenjohann

Medien entdecken, verstehen, gestalten

Patricia Drewes

Digitale Schülerzeitung, forschendes Lernen