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Gymnasium Bethel

Differenzierungskurs „Analytische Chemie“

Profil Naturwissenschaften

In der Jahrgangsstufe 9 beschäftigen die Schülerinnen und Schüler in diesem analytischen Praktikum sich mit Fragen nach der Zusammensetzung verschiedener Produkte. Dabei werden sowohl qualitative als auch quantitative Fragestellungen in den Blick genommen.
Qualitative Fragestellungen zielen darauf ab, woraus Produkte oder Objekte bestehen. Es kann also etwa untersucht werden, ob eine Paprika ihre rote Farbe durch einen einzigen roten Farbstoff oder mehrere erhält oder welche Metalle in Euro-Münzen vorkommen.
Quantitative Fragestellungen
beziehen sich hingegen auf den Gehalt eines Produktes an einem bestimmten Bestandteil. So könnte ermittelt werden, wie viel Vitamin C in Zitronen enthalten ist oder wie groß der Anteil an Kalk in Zahnpasta ist.

Die Bestimmungen und Ermittlungen werden ganz überwiegend praktisch durchgeführt. Im Kurs wird daher viel experimentiert. Das Programm umfasst verschiedene spezifische Nachweisverfahren (qualitativ) wie den Ascorbinsäure-Nachweis mit Tillmanns-Reagenz, die Fehling-Probe auf Zucker oder die Biuret-Probe auf Proteine. Zu den anayltischen Methoden (quantitativ) gehören volumetrische, potentiometrische sowie komplexometrische Titrationsverfahren. Aber keine Angst vor den Fachbegriffen: Alle Verfahren werden sorgfältig eingeführt und geübt und kompliziert sind letztlich nur die Bezeichnungen.

Julien, Moritz, Finn, Felix und Oguzhan mit Ergebnissen einer Eisen-Untersuchung

Die Versuche werden natürlich stets protokolliert und die Auswertungen können je nach der untersuchten Fragestellung auch Berechnungen umfassen.

Der Kurs kann innerhalb des Programms Einfluss auf die zu untersuchenden Produkte zu nehmen. Ob das Verfahren der komplexometrischen Titration beispielsweise durch Bestimmung des Calcium-Gehaltes von Leitungswasser oder etwa des Strontium-Gehaltes von Zahncreme eingeführt wird, entscheiden die Schülerinnen und Schüler.

Der hohe Praxisanteil spiegelt sich auch in den Klausuren wieder: In jeder Klausur wird nach Möglichkeit ein Schülerexperiment durchgeführt und eine der insgesamt vier Klausuren im Jahr wird durch eine experimentelle Langzeitarbeit ersetzt. Außerdem wird in aller Regel mindestens eine Exkursion durchgeführt.